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De Weiherma´
(Der Weihermann) |
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ist eine Fasnachtsgestalt die im Jahre 1990 von 10 jungen Schönwäldern ins Leben gerufen wurde, hat folgenden
historisch-mythischen Hintergrund:
Das Wasser, wo immer es sich darbot, in Quelle und Bach, in Fluß oder See, im weiten Meer, war schon in heidnischer Zeit von Geisterwesen bevölkert, denen teils in menschenähnlicher, teils auch in
tierischer Gestalt gedacht wurde. Wo die elementare Gewalt des Wassers dem Menschen entgegenbrauste, entstanden Riesen- oder Elbensagen. (Elben=Zwerge) Im Binnenland, an den kleinen Teichen, Weihern und
Bächen herrschten mehr Elbe, am Meer dagegen eher die Wasserriesen. |
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Der Weiherma zählt also zu den Elben oder auch Nixe genannt. Laut alten Volkssagen wird er meist als ältlich und langbärtig gedacht.
Er trägt eine grüne Kopfbedeckung, und wenn er bleckt, sieht man seine grünen Zähne. Die Zwerggestalt wird selten hervorgehoben, die Sage schildert ihn gewöhnlich in menschlicher Größe. Die Wassernixe lassen zur
Nachtzeit verlockenden Gesang oder klagende Töne hören, sie sind im allgemeinen aber grausam und blutdürstig. So fordern sie Opfer an Menschenleben. Wer ertrinkt, ist von den Wasserelben gewaltsam in ihre Gemeinschaft
entrückt worden. Die äblichen Sagen erscheinen darum bei den Wassergeistern meist unheimlicher als sonst. Speziell in Schönwald, einer Gemeinde die in früheren Zeiten hauptsächlich aus weitverstreuten Schwarzwaldhöfen bestand, hat sich die Erinnerung an den Weiherma
wachgehalten. Zu jedem Hof gehört heute noch ein kleiner Weiher der als Wasserreservoir dient. Durch die Waldhuf-Anordnung der Ländereien gehörte auch immer ein Stück des Talbaches zum Besitz oder Lehen des Bauern. Es
gab also immer eine enge Beziehung zwischen den Schwarzwaldbauern und dem Wasser. 
Der Weiherma taucht hierbei als Bewohner von Teichen, Bächen oder Brunnstuben auf. Er dient häufig als Kinderschreck wie auch das 'Betzit-Mali' oder 'de Fitzli-Buz'. Immer bei
bohrenden Fragen von Kindern, z.B. warum sie denn nicht in den Stall dürfen, wenn ein kleines Kälbli zur Welt kommt, musste der Weiherma als Schreckgestalt herhalten (siehe Bild oben ). Auf
die Frage wo der Weiherma denn eigentlich wohne, verwies man dann auf das 'Milchhus' oder die Brunnstube in der es ja so eigentümlich blubberet und gluckeret.
Da in der heutigen, schnellebigen Zeit kein Platz mehr für solche Figuren ist, geraten diese sehr schnell in Vergessenheit.Um dieses zu Verhindern, wurde ein Fasnachtshäs entworfen.Die Erinnerung an diese Schönwälder
Sagengestalt soll wachgehalten und nachfolgenden Generationen zum Gedenken weitergegeben werden. Jürgen Ragg, im Januar 1991 |
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